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Alpen

Sehenswürdigkeiten in den Alpen

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Sehenswert

Sehenswürdigkeiten in den Alpen für Motorradfahrer

Die eigentlichen Sehenswürdigkeiten der Alpen sind für Motorradfahrer die Pässe selbst – jeder mit eigenem Charakter, eigener Höhe und eigener Geschichte. Wer sie aneinanderreiht, fährt durch die berühmtesten Straßen Europas.

Stilfserjoch – Italien, 2757 m

Das Stilfserjoch (italienisch Passo dello Stelvio) in den Ortler-Alpen ist mit 2757 m der höchste asphaltierte Gebirgspass Italiens und nach dem Col de l'Iseran der zweithöchste der Alpen. Seine 48 Spitzkehren auf der Südtiroler Seite – von Prad aus rund 1870 Höhenmeter auf etwa 27 Kilometern – machen ihn zum vielleicht berühmtesten Kurvenmonument der Alpen. Saison etwa Ende Mai bis November.

Großglockner-Hochalpenstraße – Österreich

Die Großglockner-Hochalpenstraße ist Österreichs Wahrzeichen unter den Bergstraßen. Über die Stichstraße erreicht man die Edelweißspitze auf rund 2571 m, von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe blickt man auf den Großglockner und die Pasterze, den größten Gletscher der Ostalpen. Die Straße ist mautpflichtig und meist von Anfang Mai bis Anfang November befahrbar.

Timmelsjoch – Österreich/Italien, ca. 2509 m

Das Timmelsjoch (italienisch Passo del Rombo) verbindet das Ötztal mit dem Südtiroler Passeiertal. Die mautpflichtige Hochalpenstraße ist seit 2010 als „Erfahrungsstraße" mit mehreren Architektur- und Kunststationen entlang der Route inszeniert. Saison etwa Ende Mai bis Mitte Oktober, im Sommer mit Nachtfahrverbot zwischen 20 und 7 Uhr.

Furka, Grimsel und Susten – Schweiz

Das Schweizer Trio im Herzen der Alpen: Furkapass (2429 m), Grimselpass (rund 2164 m) und Sustenpass (rund 2224 m). Vom Furka aus reicht der Blick auf das Gotthardmassiv, das Urserental und den Rhonegletscher. Die drei Pässe lassen sich zu einer klassischen Tagesrunde verbinden – mautfrei, dafür mit dichtem Sommerverkehr.

Gotthard-Tremola – Schweiz, 2106 m

Die Tremola auf der Südrampe des Gotthardpasses ist die alte, gepflasterte Passstraße mit 32 Kehren – sie gilt als längstes Baudenkmal der Schweiz. Das Kopfsteinpflaster überträgt die Passgeschichte direkt ins Fahrwerk; bei Nässe wird es rutschig.

Col de l'Iseran und Col du Galibier – Frankreich

Der Col de l'Iseran in den Savoyer Alpen ist der höchste asphaltierte Alpenpass: Das Gipfelschild nennt 2770 m, gemessen werden rund 2764 m. Der Col du Galibier (rund 2642 m) gehört mit dem benachbarten Col du Télégraphe zu den Kronjuwelen des Maurienne-Tals und ist fester Bestandteil der Route des Grandes Alpes.

Gavia – Italien, 2621 m

Der Passo di Gavia (2621 m) in den lombardischen Alpen ist schmaler, einsamer und ursprünglicher als das nahe Stilfserjoch. Streckenweise ist er eng, an manchen Stellen nur einspurig, dafür bleiben die Reisebusse aus.

Jeder dieser Pässe trägt sein eigenes Klima auf der Scheitelhöhe – Land, Höhe und Charakter sollte man bei der Tourenplanung zusammen denken.

Kultur & Sagen

Sagen der Alpen: Salige Fräulein, Kaiser Karl und die Venedigermandln

Über Jahrhunderte haben Hirten, Bergleute und Reisende den unwirtlichen Höhen Sagen abgerungen – von guten Geistern, schlafenden Kaisern und Drachen in den Schluchten. Die Schauplätze liegen an den Passstraßen, nicht abseits davon: ein Felsturm, ein Bergsee, ein Talschluss mit Namen.

Die Saligen Fräulein

Der Sage nach lebten in den Alpen die Saligen Fräulein – schöne, gütige Bergfrauen, die den Menschen wohlgesonnen waren, das Vieh segneten, Kranke heilten und den Hirten gute Ratschläge gaben. Besonders zahlreich sind diese Sagen im Inntal, im Ötztal und im Südtiroler Vinschgau überliefert. Sie zogen sich zurück, sobald die Menschen ihnen mit Habgier oder Misstrauen begegneten – und mit ihnen wich das Glück aus dem Tal.

Kaiser Karl im Untersberg

Der Untersberg bei Salzburg und Berchtesgaden gilt als der sagenumwobenste Berg der Alpen. Der Sage nach schläft im Inneren des Berges ein Kaiser – meist als Kaiser Karl genannt – an einem steinernen Tisch, um den sein Bart bereits zweimal gewachsen ist. Wenn der Bart das dritte Mal um den Tisch reicht, so heißt es, wird der Kaiser erwachen und eine große Entscheidungsschlacht schlagen. Umsorgt wird er der Sage nach von den Untersberger Mandln, zwergenhaften Wesen, die ihm treu ergeben sind.

Die Venedigermandln

In vielen Alpentälern erzählt man von den Venedigermandln – kleinen, geheimnisvollen Männern aus dem fernen Venedig, die in die Berge kamen, um in verborgenen Klüften nach Gold und Edelsteinen zu suchen. Sie kannten der Überlieferung nach die geheimen Adern des Gebirges und verschwanden so lautlos, wie sie gekommen waren.

Drachen in Fels und Schlucht

Wie in vielen Gebirgen Europas ranken sich auch um die Alpen Drachensagen. Der Sage nach hausten in unzugänglichen Schluchten und Felshöhlen Drachen, die das Vieh rissen und über die Menschen Unheil brachten, bis ein mutiger Held sie bezwang. Solche Erzählungen erklärten den Menschen früher, was ihnen am Gebirge fremd und bedrohlich erschien – tosende Wasserfälle, einstürzende Felswände, das Donnern der Lawinen.

Sehenswert

Festungen, Pass-Geschichte & lohnende Stopps für Regentage

Nicht jeder Tag in den Alpen ist ein Pass-Tag. Wenn Nebel über den Höhen hängt oder Dauerregen die Kehren in nasse Rutschbahnen verwandelt, lohnt der Blick auf die Geschichte, die diese Berge geprägt hat – und auf die überdachten Stopps, die einen warmen, trockenen Nachmittag retten.

Der Gebirgskrieg in den Dolomiten

Zwischen 1915 und 1918 wurden die Dolomiten zum Schauplatz eines der härtesten Kriege der Geschichte. Entlang der Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien kämpften Kaiserjäger und Alpini unter extremsten Bedingungen um jeden Meter Fels und Eis. Die Soldaten sprengten kilometerlange Stollen in den Berg, bauten Stellungen, Schützengräben und Kavernen in die senkrechten Wände. Am Lagazuoi sind die wiederhergestellten Stollen und Kriegsstellungen heute begehbar; der Monte Piano ist als großes Freilichtmuseum erhalten und sieht mit seinen Gräben und Befestigungen noch immer wie ein Schlachtfeld aus. Rund um den Lagazuoi, die Cinque Torri und den Sasso di Stria erstreckt sich ein zusammenhängendes Freilichtmuseums-Gebiet über mehrere Kilometer.

Pass-Geschichte und Museen am Stilfserjoch

Am Stilfserjoch erzählen kleine Museen die Geschichte des Passes von der k.u.k.-Zeit bis heute. Das Museum 14/18 ist ein Informationszentrum zur Kriegsgeschichte und zur Bedeutung der nahen Schweizer Grenze während des Ersten Weltkriegs; es ist in den Sommermonaten an einzelnen Tagen geöffnet. Im nahen Sulden am Ortler widmet sich zudem das Messner Mountain Museum Ortles dem Thema Eis, Schnee und Gletscher. Auch entlang der Großglockner-Hochalpenstraße gibt es Ausstellungsstationen zur Geschichte des Straßenbaus und des Hochgebirges.

Festungen und Sperranlagen

Über die Jahrhunderte wurden an den strategisch wichtigen Alpenübergängen Festungen und Sperrwerke errichtet, die Täler und Pässe kontrollierten. Im Dolomiten-Gebiet zeugt etwa das Museum der Tre-Sassi-Festung am Valparola-Pass von der militärischen Vergangenheit der Region. Solche Anlagen sind ideale Schlechtwetter-Ziele: Sie liegen meist überdacht und gut erreichbar an oder nahe den Passstraßen.

Tunnel-Technik und überdachte Stopps

Die alpine Verkehrserschließung ist selbst ein Stück Ingenieurgeschichte – von den historischen Pflasterstraßen wie der Tremola bis zu den großen Basistunneln, die heute den Schwerverkehr unter den Bergen hindurchführen. Bei schlechtem Wetter bieten sich Talmuseen, Bergbahn-Talstationen mit Ausstellungen, Klosteranlagen und Brauereigasthöfe als trockene Etappenziele an. Wer den Tag flexibel plant, hängt einfach einen Museumsbesuch ein, wenn die Wolken zu tief hängen – und fährt den Pass am nächsten klaren Morgen.

Sehenswert

Natur & Stopps am Rande

Die Alpen sind einer der größten zusammenhängenden Naturräume Europas, und ein erheblicher Teil davon steht unter Schutz. Wer abseits der Kehren die Augen offen hält, erlebt eine Tierwelt und eine Bergnatur, die anderswo längst verschwunden sind.

Nationalparks

Drei große Nationalparks prägen den Alpenbogen, jeder in einem anderen Land:

  • Der Nationalpark Hohe Tauern in Österreich ist mit rund 1856 Quadratkilometern der größte Nationalpark Österreichs und einer der größten Europas – verteilt auf Salzburg, Kärnten und Tirol. Im Zentrum liegen der Großglockner und die Pasterze, der größte Gletscher der Ostalpen. Als „Big Five" gelten hier Steinbock, Gämse, Murmeltier, Steinadler und der wieder angesiedelte Bartgeier.
  • Der Gran Paradiso im italienischen Aostatal ist Italiens ältester Nationalpark und das Rückzugsgebiet des Alpensteinbocks – hier wurde die Art einst vor der Ausrottung bewahrt.
  • Der Nationalpark Écrins in den französischen Westalpen schützt eine wilde Hochgebirgslandschaft mit Gletschern, Steinböcken und Murmeltieren südlich der Route des Grandes Alpes.

Bergseen und Tierwelt

Klare Bergseen, oft direkt an oder unweit der Passstraßen, sind klassische Pausenplätze – etwa die Stauseen am Grimsel oder die kleinen Hochgebirgsseen entlang der französischen Cols. Mit etwas Glück und Geduld sieht man Murmeltiere, die mit ihrem schrillen Pfiff vor Gefahr warnen, und in den höchsten Lagen Steinböcke, die sich an steilen Felshängen erstaunlich sicher bewegen. Wer früh oder spät am Tag unterwegs ist, hat die besten Chancen.

Pausenplätze auf den Pässen

Die meisten großen Pässe haben auf der Scheitelhöhe Parkplätze, Aussichtspunkte und einfache Gasthäuser. Sie sind ideale Stopps, um durchzuatmen, die warme Jacke überzuziehen und den Rundumblick zu genießen. Gerade weil die Höhenkälte unterschätzt wird, ist so ein Stopp auch funktional: Hier kontrolliert man die eigene Kleidung, bevor es auf der kalten Abfahrtsseite weitergeht. Bei klarem Himmel ist die Passhöhe der beste Pausenplatz der Alpen – ein heranziehendes Gewitter wartet man dort allerdings nicht ab.

Kultur & Sagen

Fünf legendäre Mehrtages-Alpenrouten

Stein- und Holzchalets in Val d'Isère
Stein- und Holzchalets in Val d'Isère

Die Alpen lassen sich nicht an einem Tag fahren – und genau das ist ihr Reiz. Fünf länderübergreifende Routen, die sich als Mehrtagestouren bewährt haben, jede mit eigenem Charakter. Die Kilometer- und Tagesangaben sind grobe Richtwerte; das tatsächliche Tempo bestimmen Verkehr, Wetter und die Lust am Anhalten.

1. Schweizer Pass-Runde: Furka, Grimsel und Susten

Die klassische Dreierrunde im Herzen der Schweizer Alpen verbindet Furka (2429 m), Grimsel (rund 2164 m) und Susten (rund 2224 m) zu einer Schleife von gut 120 bis 130 Kilometern. An einem entspannten Tag fahrbar, als Zwei-Tages-Tour mit Übernachtung im Urserental oder Haslital ein Genuss. Highlights: der Blick vom Furka auf den Rhonegletscher, die Stauseen am Grimsel, die fließenden Kurven des Susten. Einkehr in den Passgasthäusern und in Andermatt. Alle drei Pässe sind mautfrei.

2. Route des Grandes Alpes: Thonon-les-Bains nach Menton

Die Route des Grandes Alpes ist die große französische Alpenüberquerung – rund 700 bis 720 Kilometer vom Genfersee bei Thonon-les-Bains bis ans Mittelmeer bei Menton. Auf dem Weg liegen rund 17 Pässe, darunter der Col de l'Iseran (höchster Punkt, rund 2764 m) und der Col du Galibier (rund 2642 m). Als Mehrtagestour über drei bis fünf Tage angelegt, führt sie vom Hochgebirge bis in die mediterrane Wärme. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in den Etappenorten wie Bourg-Saint-Maurice, Valloire und Barcelonnette.

3. Dolomiten-Runde

Die Dolomiten bieten auf engem Raum eine der höchsten Pass-Dichten der Alpen. Eine klassische Runde über zwei bis drei Tage verbindet Pordoijoch, Sellajoch, Grödnerjoch und Falzaregopass zur berühmten Sellaronda und führt vorbei an den markanten Felstürmen, die diese Landschaft weltberühmt gemacht haben. Unterwegs lohnen die Stopps am Lagazuoi und an den Freilichtmuseen des Gebirgskriegs. Einkehr gibt es in den vielen Hütten und Gasthöfen entlang der Pässe.

4. Großglockner und Tirol

Diese Runde verbindet das österreichische Hochgebirge: Über die mautpflichtige Großglockner-Hochalpenstraße mit Abstecher zur Edelweißspitze (rund 2571 m) und zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf die Pasterze, dann weiter durch das Tiroler und Osttiroler Bergland. Als Zwei- bis Drei-Tages-Tour planbar, mit reichlich Einkehr in den Tälern. Wichtig: In Tirol auf die lärmsensiblen Strecken achten (Standgeräusch-Limit 95 dB(A) auf einzelnen Straßen) und die Großglockner-Maut einkalkulieren.

5. Stilfserjoch und Engadin

Das Königsstück: das Stilfserjoch (2757 m) mit seinen 48 Kehren, kombiniert mit dem schweizerischen Engadin und dem benachbarten Umbrailpass, der die Schweizer Verbindung zum Stilfserjoch herstellt. Eine grenzüberschreitende Runde über zwei bis drei Tage, die Italien und die Schweiz verbindet. Wer mag, hängt den nahen Gavia (2621 m) an – einsamer und ursprünglicher als das vielbefahrene Stilfserjoch. Einkehr in den Passhäusern am Stilfserjoch und in den Engadiner Dörfern.

Der Bauplan des Gebirges: Hauptkamm, Massive, Längstäler

Wer die Alpen als Ganzes plant, denkt nicht in Ländergrenzen, sondern in Gebirgsgruppen. Der Bogen zerfällt zunächst in West- und Ostalpen; die gängige Trennlinie läuft vom Bodensee über den Alpenrhein und den Splügenpass zum Comer See. Westlich davon stehen die höchsten Massive: die Mont-Blanc-Gruppe, die Walliser und die Berner Alpen, südlich anschließend Grajische und Cottische Alpen, das Dauphiné und die Seealpen. Östlich davon staffelt sich das Gebirge in drei Längsstreifen — Nördliche Kalkalpen, kristalline Zentralalpen, Südliche Kalkalpen —, ehe es über Karawanken, Steiner und Julische Alpen nach Slowenien ausläuft und im Osten Richtung Semmering an Höhe verliert.

Chapelle Notre-Dame de Toute Prudence
Chapelle Notre-Dame de Toute Prudence

Diese Gliederung ist mehr als Kartenkunde: Sie entscheidet über den Streckencharakter. Die Kalkzüge im Norden und Süden liefern schroffe Wände, kurze steile Rampen und wasserarme Hochflächen; die kristallinen Zentralalpen liefern Vergletscherung, lange Anstiege und die höchsten Übergänge. Quer durch das Ganze zieht der Alpenhauptkamm als Wasserscheide: Was nach Norden entwässert, geht über Rhein und Inn in Nordsee und Schwarzes Meer, was nach Süden fällt, landet über Rhone, Po und Etsch im Mittelmeer und in der Adria. Im Gotthardgebiet liegen die Quellgebiete von Rhein, Rhone, Reuss und Ticino auf engstem Raum beieinander — der Knotenpunkt des gesamten Systems.

Fürs Fahren zählt vor allem der Gegensatz von Längs- und Querrichtung. Die großen Längstäler — Inntal, Pustertal, Vinschgau und Etschtal, Salzach-, Enns- und Drautal, das Wallis, Vorder- und Hinterrheintal, Engadin, Veltlin, Maurienne und Tarentaise — laufen parallel zum Kamm. Auf ihnen kommt man schnell voran, dafür teilt man sie mit dem gesamten Regionalverkehr. Erst quer dazu beginnt das eigentliche Passfahren: Jeder Übergang von einem Längstal ins nächste kostet Höhenmeter und Zeit. Eine realistische Tagesplanung rechnet deshalb nicht in Kilometern, sondern in Übergängen.

Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst

Bootsskulptur auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Großglockner)

Endpunkt der Gletscherstraße mit direktem Blick auf die Pasterze, den längsten Gletscher der Ostalpen, und den Großglockner (3798 m), Österreichs höchsten Berg. Der lohnendste Aussichtsstopp der ganzen Hochalpenstraße.

Anfahrt
8,5 km lange Gletscherstraße als Abzweig der Großglockner-Hochalpenstraße (mautpflichtig), von Bruck im Salzburger Land oder von Heiligenblut in Kärnten.
Motorrad-Parken
Große Parkdecks und Parkgaragen am Besucherzentrum; die Straßenmaut deckt das Abstellen ab, Zweiradflächen sind vorhanden.
Öffnungszeiten
Nur bei geöffneter Großglockner-Hochalpenstraße, etwa Anfang Mai bis Ende Oktober, tagsüber; im Winter gesperrt. Besucherzentrum mit Ausstellung und Gastronomie.
Höhe/Aussicht
2369 m, Blick auf Pasterze und Großglockner (3798 m)

Stilfser Joch (Passo dello Stelvio)

Höchster asphaltierter Gebirgspass Italiens und nach dem Col de l'Iseran zweithöchster der Alpen. Die Nordrampe mit 48 durchnummerierten Kehren ist eines der bekanntesten Straßenbilder überhaupt.

Anfahrt
SS38 von Prad am Stilfserjoch bzw. Trafoi im Vinschgau (Südtirol) oder von Bormio im Veltlin (Lombardei).
Motorrad-Parken
Weitläufige Parkflächen an der Passhöhe zwischen Buden und Kiosken; an Sommerwochenenden früh dort sein, dann ist es voll.
Öffnungszeiten
Passhöhe frei zugänglich; Passstraße saisonal, meist Ende Mai/Juni bis Oktober, Wintersperre November bis Mai.
Höhe/Aussicht
2757 m

Sellajoch (Passo Sella)

Fotostopp im Herzen der Dolomiten (UNESCO-Welterbe) direkt zwischen der Langkofelgruppe und dem Sellamassiv. Einer der vier Pässe der Sellaronda und Klassiker der Kalkwand-Kulisse.

Anfahrt
SS242 von Wolkenstein in Gröden (Südtirol) oder von Canazei im Fassatal (Trentino).
Motorrad-Parken
Parkplätze an der Passhöhe und bei den Liftstationen; für Motorräder in der Regel unproblematisch.
Öffnungszeiten
Frei zugänglich; Passstraße im Sommerhalbjahr durchgehend befahrbar.
Höhe/Aussicht
2218 m
Hotel Belvedere an der Furkapassstraße beim RhonegletscherSonnenuntergang an der Ostseite des FurkapassesRhonegletscher mit Gletschersee an der Furkapassstraße

Rhonegletscher an der Furkapassstraße

An der Belvédère-Kehre der Furkastraße reicht der Rhonegletscher fast bis an den Asphalt — hier entspringt die Rhone, und es ist einer der am leichtesten von der Straße aus erreichbaren Gletscher der Schweiz.

Anfahrt
Furkapassstraße (Hauptstraße 19) von Gletsch/Oberwald im Wallis oder von Realp/Hospental im Kanton Uri; die Belvédère-Kehre liegt auf der Westrampe.
Motorrad-Parken
Parkplatz direkt an der Belvédère-Kehre am Gletscherzugang.
Öffnungszeiten
Furkapassstraße saisonal befahrbar (Wintersperre etwa Oktober bis Mai); die Eisgrotte am Gletscher ist im Sommer über einen kostenpflichtigen Fußweg zugänglich.
Höhe/Aussicht
Belvédère-Kehre 2272 m, Passhöhe Furka 2429 m

Kölnbreinsperre (Maltatal)

Mit 200 Metern Höhe die höchste Staumauer Österreichs, hoch über dem türkisgrünen Speicher Kölnbrein. Die Auffahrt selbst ist mit Kehren, Wasserfällen und in den Fels gehauenen Tunneln schon der halbe Grund für den Stopp.

Anfahrt
Malta-Hochalmstraße (14,4 km, mautpflichtig) ab Malta im Maltatal (Kärnten).
Motorrad-Parken
Parkplatz an der Staumauer beim dortigen Berghotel.
Öffnungszeiten
Malta-Hochalmstraße Anfang Mai bis Ende Oktober, jeweils 7 bis 18 Uhr; im Winter gesperrt.
Höhe/Aussicht
Mauerkrone rund 1902 m, Staumauer 200 m hoch

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