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Alpen

Motorradtouren in den Alpen

Strecken-Achsen, Bikertreffs, Tankstellen und fertige Tagesrunden – alles zum Fahren.

Touren aus dem M&R-Tourenportal

Von der Redaktion gefahren und dokumentiert – mit Karte und GPX-Track zum Nachfahren.

Zwischen Himmel und Hölle – Hochalpen
1210 km

Zwischen Himmel und Hölle – Hochalpen

Unsere Motorradgemeinschaft startet aufgeteilt in viele Grüppchen die „frühe“ Hochalpentour im Prinzip in Lörrach, damals noch bequem per Autozug

Grand Tour of Switzerland: Schweiz
1080 km

Grand Tour of Switzerland: Schweiz

Ich geb‘s ja zu, irgendwie war ich doch ganz schön skeptisch, als mir angeboten wurde, an einer Tour de Suisse mit einem e-Motorrad teilzunehmen. Die fünftägige Reise sollte durch  die schönsten Regionen der Alpen mit den reizvollsten…

Österreich vom Allerfeinsten
1060 km

Österreich vom Allerfeinsten

17 kleine historische Städte liegen wie Perlen auf einer 3.500 Kilometer langen Landstraßenstrecke, die kreuz und quer durch Österreich führen. Auf vier Etappen geht es von Steyr bis nach Hallein.

Hardalpitour – Von Pavia nach Sanremo
500 km

Hardalpitour – Von Pavia nach Sanremo

Auf 500 km on/off zwischen Pavia in der Poebene und Sanremo am Mittelmeer geht es mit Adventure-Bikes auf die Hardalpitour.

Oberbayerischen Seen und Salzburger Land
430 km

Oberbayerischen Seen und Salzburger Land

Diese Tour widmet sich den Seen Oberbayerns mit Abstechern in das Salzburger Land und nach Tirol. Der Start ist wahlweise in Saalbach oder am Chiemsee.

Sonnenaufgangstour zum Großglockner – Salzburger Land
430 km

Sonnenaufgangstour zum Großglockner – Salzburger Land

Schon früh im Mai startete unser erstes Lesertreffen im M&R-Hotel Sonnegg in Saalbach. Die Sonnenaufgangstour zum Großglockner ist dabei immer ein ganz besonderes Highlight.

Alle 119 Alpen-Touren mit Karte und GPX-Track im Tourenportal von Motorrad & Reisen.Motorradtouren in den Alpen mit GPX-Tracks
Die schönsten Alpenpässe in den Alpen – mit Höhen, Streckencharakter und Maut-Hinweisen auf der eigenen Pässe-Seite.Alle Alpenpässe in den Alpen ansehen

Wann die Pässe offen sind – die Systematik der Saison

Stein- und Holzchalets in Val d'Isère
Stein- und Holzchalets in Val d'Isère

Die hohen Alpenpässe sind keine ganzjährigen Straßen, sondern Sommerstrecken. Über den Winter liegen sie unter meterhohem Schnee, werden nicht geräumt und bleiben gesperrt — und je höher der Übergang, desto kürzer das Fenster, in dem er befahrbar ist. Als Faustregel öffnen die großen Hochpässe zwischen Ende Mai und Juni und bleiben bis in den Oktober, in milden Jahren bis in den November hinein offen. Ein fester Kalender ist das nicht: Die genauen Termine hängen an der Schneelage und verschieben sich Jahr für Jahr. Nach einem schneereichen Winter gibt der Betreiber einen Pass mitunter erst Wochen nach dem üblichen Termin frei, nach einem milden entsprechend früher.

Wer am Rand der Saison plant — im Frühsommer oder im späten Herbst —, prüft deshalb vor der Anfahrt den offiziellen Status jedes Passes, den er fahren will; die Passbetreiber und die Landes-Verkehrsdienste melden Öffnung und Sperrung tagesgenau. Selbst ein offener Pass trägt im Juni oft noch geräumte Schneemauern am Straßenrand, und in den frühen Morgenstunden kann eine schattige Kehre über 2000 Metern feucht und klamm sein, während im Tal längst die Sonne steht. Ein einzelner gesperrter Übergang reißt schnell die ganze Tagesplanung auf, weil die Umleitung über das nächste offene Tal Stunden kostet. Vor der Tour den Passstatus prüfen ist in den Alpen keine übertriebene Vorsicht, sondern Grundplanung.

Maut und Vignetten – was in welchem Land gilt

Chapelle Notre-Dame de Toute Prudence
Chapelle Notre-Dame de Toute Prudence

Kaum eine Alpentour bleibt in einem einzigen Land, und die Abgabensysteme wechseln an jeder Grenze. Sie funktionieren grundverschieden, und wer sie verwechselt, riskiert ein Bußgeld. Der Überblick, welches System wo greift:

  • Österreich: Für Autobahnen und Schnellstraßen gilt Vignettenpflicht — Motorräder haben einen eigenen, günstigeren Tarif, erhältlich als Klebevignette oder digital. Davon getrennt sind die privaten Sondermaut-Strecken: Die spektakulärsten Straßen des Landes, darunter die Großglockner-Hochalpenstraße, das Timmelsjoch sowie die Silvretta- und die Nockalmstraße, kosten je Befahrung extra und sind nicht über die Vignette abgedeckt.
  • Schweiz: Es gibt nur die Jahresvignette für die Autobahnen — keine Tages- oder Monatsvariante. Wer auch nur einmal auf die Schnellstraße will, zahlt den vollen Jahresbetrag. Die klassischen Hochpässe wie Furka, Grimsel, Susten und Gotthard sind dagegen mautfrei.
  • Italien: Keine Vignette, sondern streckenabhängige Autobahnmaut. An der Auffahrt zieht man ein Ticket, an der Ausfahrt wird nach gefahrener Strecke kassiert. Die Passstraßen selbst — Stilfserjoch, Gavia und die Dolomitenpässe — sind gebührenfrei.
  • Slowenien: Für Autobahnen und Schnellstraßen gilt Vignettenpflicht, seit einigen Jahren rein elektronisch als E-Vignette. Die Bergstraßen der Julischen Alpen sind frei, mit Ausnahme einzelner privater Mautsträßchen wie der Straße zum Mangart.

Frankreich handhabt seine Autobahnen wie Italien mit streckenabhängiger Maut (Péage) an Kassenstationen; die großen Alpenpässe der Route des Grandes Alpes sind frei. Die konkreten Beträge ändern sich von Saison zu Saison — die aktuellen Tarife stehen auf den Seiten der jeweiligen Betreiber und Straßenverwaltungen. Wichtig ist vor allem, das Prinzip nicht zu verwechseln: die Vignette im Voraus kleben oder buchen, wo sie gilt — und für die Sondermaut-Pässe genug Bargeld oder eine Karte parat haben.

Lärm-Fahrverbote – wo laute Maschinen draußen bleiben

Brücke über den Wasserfall in Tiefenbach
Brücke über den Wasserfall in Tiefenbach

In einzelnen Alpentälern ist Motorradlärm zum politischen Streitthema geworden, und mancherorts folgen daraus handfeste Fahrverbote für besonders laute Maschinen. Am bekanntesten ist Tirol: Dort dürfen Motorräder mit hohem Standgeräusch über mehrere Sommer hinweg bestimmte Strecken nicht befahren. Betroffen ist vor allem der Raum um Imst und das Außerfern — allen voran das viel befahrene Hahntennjoch, dazu Straßen im Lechtal und im Tannheimer Tal. Maßgeblich ist der im Fahrzeugschein eingetragene Standgeräusch-Wert: Wer ihn kennt, weiß, ob ihn das Verbot betrifft.

Auch südlich des Alpenhauptkamms, in Südtirol, wird der Lärm auf den Passstraßen schärfer kontrolliert, und über Einschränkungen für laute Motorräder wird dort ebenso diskutiert. Die genaue Geräuschgrenze, die betroffenen Straßen und der Zeitraum werden pro Saison festgelegt und von Jahr zu Jahr angepasst — deshalb gehört die aktuelle Regelung vor jeder Fahrt in die lärmsensiblen Täler geprüft. Unabhängig von jedem Verbot gilt: Wer in engen Wohn- und Almtälern zurückhaltend am Gas bleibt, hält dem Motorrad die Strecken offen, die andernorts längst gesperrt sind.

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